Als Bergführer hatte ich immer wieder mit Klienten zu tun, die nicht so ganz ins sportliche Kletterklischee passen. Eine Geschichte aus meiner Anfangszeit ist mir in besonderer Erinnerung: Ein Manager, 120 Kilo schwer, Bandscheibenvorfall, keine Erfahrung am Berg, wollte mit seiner kletterbegeisterten Tochter in die Felswand. Nun gut, wir legten los. Schrittweise baute ich ihn auf und mit der Zeit erreichte der Manager ein Level, das er sich selbst nie

Ich wollte in die Westalpen. Unbedingt. So ging es mir vor über 30 Jahren, als ich das erste Mal ins Mont Blanc-Gebiet aufbrach. Und weil es das erste Mal war, hatten wir uns mit dem Kuffnergrat auf den Mont Maudit ein attraktives und realistisch machbares Ziel gesetzt. Nur blöd, dass das Wetter nicht mitspielte und wir beim ersten Versuch umkehren mussten. Das Gute daran:

In fast jedem „gut sortierten“ Unternehmen gibt es Prozesshandbücher und Arbeitsanweisungen – umfangreiche Werke, die jegliche Prozessschritte festlegen. Egal, wer im Projekt mitarbeitet, die Qualität muss stimmen. Die vermeintlich sichere Lösung: festbetonierte Prozessschritte, damit ja kein Mitarbeiter vom Weg abkommt.

Bergsteigen. Das war schon immer meine große Leidenschaft. Bereits mit 19 Jahren habe ich die Nordwand der Grandes Jorasses im Mont-Blanc-Massiv durchstiegen und jetzt habe ich die Nordwand gefühlt zum zweiten Mal geschafft – meine persönliche Nordwand: In den letzen Monaten habe ich fünf Bücher geschrieben.

Chap, Chap, Punch. Chap, Chap, Hook – Knockout!!! 10, 9, 8 … Nein, der regt sich nicht mehr. Er bleibt am Boden! Siiiiieg! Was ich hier beschreibe, ist kein Boxkampf, sondern eine klassische Diskussion. Eine Diskussion, wie sie täglich vielerorts im Business geführt wird. Jede Entscheidung ist ein Kampf. Aber muss das denn so sein?