Als Speaker und Coach bin ich wahrhaftig viel unterwegs. Übernachte in den verschiedensten Hotels, sitze in den unterschiedlichsten Seminarräumen und sehe die vielfältigsten Unternehmen von innen. Dabei sind viele inspirierende Orte unterschiedlichster Natur, die ich meist richtig energetisiert wieder verlasse. Es sind aber auch Orte dabei, an denen ich freiwillig keine Sekunde länger bleiben will. Was diese Orte meist eint: ungemütliche Röhrenlampen, überall dasselbe eintönige Inventar, überall dieselben Böden –

Graue karge Betonwände, typische 08/15-Büromöbel und ein eintöniger anthrazitfarbener Teppichboden. So sieht der typische Blick in viele Unternehmen aus. Der Blick aus dem Fenster zeichnet kein fröhlicheres Bild: lediglich die nackte Fassade des Bürokomplexes gegenüber. Und an solch einem Ort sollen Inspiration und Kreativität sprießen? Da bleibt mir wohl nicht viel anderes übrig, als solchen Unternehmen und deren Mitarbeitern viel Glück für ihre Innovationen zu wünschen. Oder ich schenke ihnen

Einzelarbeitszonen, Teamzonen, Entspannungszonen – mit diesem top Angebot ist die Arbeit in einem Unternehmen mit Sicherheit erfolgreich. Zumindest wenn es nach den hippen Bürokonzepten à la New Work und Smart Workspaces geht. Ein gutes Beispiel hierfür habe ich vor Kurzem in München besichtigen dürfen. Die neue Zentrale eines renommierten Unternehmens glänzt in neuem Gewand. Hochmodern, poliert und absolut hip. Darüber könnte ich mich nun überschwänglich begeistert zeigen – tue ich

Wenn ich im Kinderzimmer meiner Töchter ein Billy-Regal von IKEA aufbauen möchte, dann ist das kein Hexenwerk. Schließlich wird die Anleitung gleich mitgeschickt. Der komplette Aufbauprozess, von vorne bis hinten, auf wenigen Seiten – inklusive Bildern. Was aber, wenn mich der Wunsch überkommen würde, zum Beispiel eine Stradivari zu bauen? Da würde sich der Prozess deutlich schwieriger gestalten. Und schon gilt bei einer kunstvollen Geige gleichermaßen wie bei Prozessen im

Ein großer Trugschluss puncto Führung liegt darin, zu meinen, es gehe darum Mitarbeiter „mitzunehmen“. Das geht aus meiner Sicht am Kern der Sache vollkommen vorbei. Denn es gilt beim Führen im Unternehmen das gleiche simple Prinzip wie beim Bergführen. Stellen Sie sich vor, ich hätte in meiner Zeit als aktiver Bergführer die Führung meiner Kunden ausschließlich von mir aus geplant: wie und wohin ich diese mitnehme, wie ich sie motiviere

Eine Führungskraft nach der anderen ließ den Kopf in die Hände sinken, raufte sich die Haare, sah hilfesuchend in die Runde. „Wie bringen wir das unseren Mitarbeitern bei?“, raunte schließlich einer. Vor mir saß das Management-Team eines Kunden, den ich über zehn Jahre wiederholt betreut hatte – bei einem Markenprozess, bei mehreren Reorganisationen, bei Changeprozessen und: bei Eigentümerwechseln. Einen eben solchen hatte das Unternehmen gerade erst erfolgreich hinter sich gebracht.

Ihre (Ihnen natürlich bekannten) Mitbewerber – die üblichen Verdächtigen sozusagen – bringen regelmäßig neue Innovationen auf den Markt. Andere wiederum, die Sie möglicherweise noch gar nicht auf Ihrem strategischen Radarschirm haben, schicken sich eher unbemerkt und von der Seite kommend an, die Grundlagen Ihres heutigen Geschäfts obsolet zu machen, indem sie die Spielregeln Ihrer Branche auf den Kopf stellen …

Unzählige Führungskräfte fordern innovative Ideen – am besten in allen unternehmerischen Strukturen. Und viele Mitarbeiter kommen diesem Anliegen auch gerne nach. Wenn da nicht diese langen Wege zur Umsetzung der Innovation wären …

Wenn es um Strategie geht, stehen viele Führungskräfte vor einem ähnlichen Dilemma, egal ob sie zur Topriege oder zum mittleren Management gehören: Um über Strategisches nachzudenken, fehlt vielen schlicht die Zeit. Sie stecken fest im ständigen Firefighting-Modus, sind also ununterbrochen damit beschäftigt, Brände zu löschen. Unter diesem operativen Druck gerät die Beschäftigung mit strategischen Fragen fürs Unternehmen geradezu zur Utopie. In der Folge sind viel zu viele Unternehmen stark reaktiv

Die Digitalisierung macht vielen „alteingesessenen“, etablierten Unternehmen ganz schön Feuer unterm Hintern. Der Wettbewerb kommt nicht von hinten, sondern von der Seite und gibt mächtig Gas. Das macht Druck! Wie können sie beschleunigen? Wo sollen die Innovationen herkommen?