Wie sicher ist Ihr Arbeitsplatz? Und ich meine nicht, ob Sie ausreichend Feuermelder, Notausgänge oder Sicherheitskleidung haben. Ich meine Sicherheit im psychologischen Sinne: Wie sicher fühlen sich Ihre Mitarbeiter in ihrem Arbeitsumfeld? Wie sehr werden sie kontrolliert, inwiefern können sie ihre Meinung frei äußern und wie viel Vertrauen bringen Sie ihnen entgegen? Das mag für Sie jetzt im ersten Moment seltsam klingen, aber ob sich Ihre Mitarbeiter sicher fühlen, hat

Berlin, ein schickes Gründerzentrum, Unternehmenssitz bekannter Größen der Start-up- und Internetszene: „Sie möchten das Gebäude besichtigen? Aha. Sind Sie denn Mitglied?“ Palo Alto, HanaHaus, Coworking-Space und Café: „Hi, how you doing? Would you care for a coffee?“ Ein Unterschied von Welten. Während meine Partnerin Irene Graf und ich in Berlin schon am Empfang unsere Neugierde zu Grabe trugen, fühlten wir uns im amerikanischen Äquivalent des Coworking-Spaces unmittelbar willkommen. Nicht zuletzt

Die Digital-Angst geht um! Wie ein Schreckgespenst streift sie durch Unternehmensflure, Büros und Köpfe. Digitalisierung – das heißt Jobverlust, Veränderungen am Markt, problematische Umbrüche, gesellschaftlicher Wandel … Liebe Digitalisierungs-Weltuntergangsbeschwörer: Davon habe ich die Nase voll. Unvorstellbar! Diese Digital-Angst ist für mich nichts Anderes als ein Stein. Ein Stein im Rucksack etlicher mitteleuropäischer Unternehmen. Mit diesem Rucksack auf dem Rücken versuchen sie, durch die Überhänge der Digitalisierung zu klettern und müssen

Chance erkennen – Plan entwerfen – Plan verfolgen – Ziel erreichen. Diesem Muster folgt unbewusst das tagtägliche Denken und Handeln im Job und privat. Denn die allgemeine Vorstellung, dass wir Menschen ohne Plan und Ziel nicht erfolgreich sind, hat sich hartnäckig und mit Bestand in unseren Köpfen verankert. Genauso verankert ist die Vorstellung, dass eine Chance etwas Objektives ist, etwas, das unabhängig von uns irgendwo da draußen in der Umwelt

Als Speaker und Coach bin ich wahrhaftig viel unterwegs. Übernachte in den verschiedensten Hotels, sitze in den unterschiedlichsten Seminarräumen und sehe die vielfältigsten Unternehmen von innen. Dabei sind viele inspirierende Orte unterschiedlichster Natur, die ich meist richtig energetisiert wieder verlasse. Es sind aber auch Orte dabei, an denen ich freiwillig keine Sekunde länger bleiben will. Was diese Orte meist eint: ungemütliche Röhrenlampen, überall dasselbe eintönige Inventar, überall dieselben Böden –

Graue karge Betonwände, typische 08/15-Büromöbel und ein eintöniger anthrazitfarbener Teppichboden. So sieht der typische Blick in viele Unternehmen aus. Der Blick aus dem Fenster zeichnet kein fröhlicheres Bild: lediglich die nackte Fassade des Bürokomplexes gegenüber. Und an solch einem Ort sollen Inspiration und Kreativität sprießen? Da bleibt mir wohl nicht viel anderes übrig, als solchen Unternehmen und deren Mitarbeitern viel Glück für ihre Innovationen zu wünschen. Oder ich schenke ihnen

Einzelarbeitszonen, Teamzonen, Entspannungszonen – mit diesem top Angebot ist die Arbeit in einem Unternehmen mit Sicherheit erfolgreich. Zumindest wenn es nach den hippen Bürokonzepten à la New Work und Smart Workspaces geht. Ein gutes Beispiel hierfür habe ich vor Kurzem in München besichtigen dürfen. Die neue Zentrale eines renommierten Unternehmens glänzt in neuem Gewand. Hochmodern, poliert und absolut hip.  

Wenn ich im Kinderzimmer meiner Töchter ein Billy-Regal von IKEA aufbauen möchte, dann ist das kein Hexenwerk. Schließlich wird die Anleitung gleich mitgeschickt. Der komplette Aufbauprozess, von vorne bis hinten, auf wenigen Seiten – inklusive Bildern. Was aber, wenn mich der Wunsch überkommen würde, zum Beispiel eine Stradivari zu bauen? Da würde sich der Prozess deutlich schwieriger gestalten. Und schon gilt bei einer kunstvollen Geige gleichermaßen wie bei Prozessen im

Ein großer Trugschluss puncto Führung liegt darin, zu meinen, es gehe darum Mitarbeiter „mitzunehmen“. Das geht aus meiner Sicht am Kern der Sache vollkommen vorbei. Denn es gilt beim Führen im Unternehmen das gleiche simple Prinzip wie beim Bergführen. Stellen Sie sich vor, ich hätte in meiner Zeit als aktiver Bergführer die Führung meiner Kunden ausschließlich von mir aus geplant: wie und wohin ich diese mitnehme, wie ich sie motiviere

Eine Führungskraft nach der anderen ließ den Kopf in die Hände sinken, raufte sich die Haare, sah hilfesuchend in die Runde. „Wie bringen wir das unseren Mitarbeitern bei?“, raunte schließlich einer. Vor mir saß das Management-Team eines Kunden, den ich über zehn Jahre wiederholt betreut hatte – bei einem Markenprozess, bei mehreren Reorganisationen, bei Changeprozessen und: bei Eigentümerwechseln. Einen eben solchen hatte das Unternehmen gerade erst erfolgreich hinter sich gebracht.