„Wir sind doch Profis! Wir experimentieren nicht!“ Diese Aussage schlägt mir nicht nur in meiner Beratungsarbeit, sondern auch unter Kollegen meiner Zunft immer wieder entgegen. Ich treffe häufig auf Menschen, die glauben, dass minutiöses Planen und perfekt durchdachtes Intervenieren ausreicht, um alle möglichen Fehler auszuschließen und vorherbestimmbare Ergebnisse zu produzieren.

Die Digital-Angst geht um! Wie ein Schreckgespenst streift sie durch Unternehmensflure, Büros und Köpfe. Digitalisierung – das heißt Jobverlust, Veränderungen am Markt, problematische Umbrüche, gesellschaftlicher Wandel … Liebe Digitalisierungs-Weltuntergangsbeschwörer: Davon habe ich die Nase voll. Unvorstellbar! Diese Digital-Angst ist für mich nichts Anderes als ein Stein. Ein Stein im Rucksack etlicher mitteleuropäischer Unternehmen. Mit diesem Rucksack auf dem Rücken versuchen sie, durch die Überhänge der Digitalisierung zu klettern und müssen

Eine beeindruckende Stärke – die konnte Sagenheld Achilles wahrhaftig vorweisen. Eine Stärke, wie sie sich manches Unternehmen wünscht oder über Jahre mühsam erarbeitet hat. Ein Betrieb, der auf seinem Gebiet der stärkste ist oder sich am Markt eine starke Position erarbeitet hat, darf sich stolz als Achilles des Business fühlen. Doch auch der Heros Achilles hatte einen Schwachpunkt:

„Es ist nicht die stärkste Spezies die überlebt, auch nicht die intelligenteste, es ist diejenige, die sich am ehesten dem Wandel anpassen kann.“ Obwohl Charles Darwin die Natur erforscht hat, weist er doch im Ansatz sehr trefflich auf die Herausforderungen von Unternehmen hin: es geht nicht um Stärke oder Größe, sondern

Niemand freut sich über das nächste Change-Projekt! Denn die Erfahrung zeigt: Die meisten Change-Projekte funktionieren ja sowieso nicht. Oder sie bleiben jedenfalls meilenweit hinter den Erwartungen zurück. Diese Tatsache hat sich mittlerweile herumgesprochen. Und vielleicht haben Sie das selbst schon ausgiebig erlebt. Das Problem dabei ist ja: Etwas verändern ist ganz nett. Aber verändert zu werden ist ziemlich unangenehm!

Bergsteigen. Das war schon immer meine große Leidenschaft. Bereits mit 19 Jahren habe ich die Nordwand der Grandes Jorasses im Mont-Blanc-Massiv durchstiegen und jetzt habe ich die Nordwand gefühlt zum zweiten Mal geschafft – meine persönliche Nordwand: In den letzen Monaten habe ich fünf Bücher geschrieben.

„Jetzt mal konkret, Chef: Wo werden wir in drei Jahren stehen?“ Das ist eine häufige Frage von Mitarbeitern, wenn ihr Unternehmen Neuland betritt. Das Neue bietet eben große Chancen, droht jedoch auch mit Unsicherheit und Überforderung. Das Gefühl gleicht dem Klettern in einer Seilschaft – also im Team – durch eine unbekannte Bergwand.

„Chef, darf ich bitte die Lampe im Büro auswechseln?“ Ja, jetzt lachen Sie vielleicht. Mir schlief eher das Gesicht ein, als mir ein Geschäftsführer von dieser Frage erzählte, mit der ein Abteilungsleiter zu ihm kam. Die Geschäftsführung war mit ihrer Weisheit am Ende: Der Produktionsstandort Ihres Automatisierungsunternehmens kämpfte mit massiv schlechten wirtschaftlichen Zahlen, sinkender Kundenzufriedenheit und steigenden Reklamationen. Gute Mitarbeiter aller Ebenen verließen in Scharen das Unternehmen. Der Standort sollte