Da stehe ich im Seminarraum eines großen Unternehmens und rund 30 Führungskräfte schauen irgendwie verwundert auf die Flip-Charts. Hier und da ein Kopfschütteln ob der augenöffnenden Eindrücklichkeit der Ergebnisse. Im Strategie-Workshop hatten wir mit dem Führungsteam die strategischen Projekte der vergangenen zwei Jahre in einem intensiven mehrstündigen Dialog auf den Prüfstand gestellt.

Was spornt Sie an, kreativ zu arbeiten? Und noch viel wichtiger: Wie sehr beflügelt Ihre Arbeitsumgebung Ihre Kreativität? Büroeinrichtungen sind so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Vom grauen Teppich mit Yuccapalme in der Ecke, über dunkle, abgetrennte Einzelschreibtische, bis hin zum Schickimicki-Großraumbüro mit Designermöbeln. Habe ich alles schon gesehen – leider. Denn ich bin der Überzeugung, dass vielen Unternehmern gar nicht bewusst ist, wie wichtig der umgebende Raum am Arbeitsplatz

Wie sicher ist Ihr Arbeitsplatz? Und ich meine nicht, ob Sie ausreichend Feuermelder, Notausgänge oder Sicherheitskleidung haben. Ich meine Sicherheit im psychologischen Sinne: Wie sicher fühlen sich Ihre Mitarbeiter in ihrem Arbeitsumfeld? Wie sehr werden sie kontrolliert, inwiefern können sie ihre Meinung frei äußern und wie viel Vertrauen bringen Sie ihnen entgegen? Das mag für Sie jetzt im ersten Moment seltsam klingen, aber ob sich Ihre Mitarbeiter sicher fühlen, hat

Berlin, ein schickes Gründerzentrum, Unternehmenssitz bekannter Größen der Start-up- und Internetszene: „Sie möchten das Gebäude besichtigen? Aha. Sind Sie denn Mitglied?“ Palo Alto, HanaHaus, Coworking-Space und Café: „Hi, how you doing? Would you care for a coffee?“ Ein Unterschied von Welten. Während meine Partnerin Irene Graf und ich in Berlin schon am Empfang unsere Neugierde zu Grabe trugen, fühlten wir uns im amerikanischen Äquivalent des Coworking-Spaces unmittelbar willkommen. Nicht zuletzt

Als Speaker und Coach bin ich wahrhaftig viel unterwegs. Übernachte in den verschiedensten Hotels, sitze in den unterschiedlichsten Seminarräumen und sehe die vielfältigsten Unternehmen von innen. Dabei sind viele inspirierende Orte unterschiedlichster Natur, die ich meist richtig energetisiert wieder verlasse. Es sind aber auch Orte dabei, an denen ich freiwillig keine Sekunde länger bleiben will. Was diese Orte meist eint: ungemütliche Röhrenlampen, überall dasselbe eintönige Inventar, überall dieselben Böden –

Graue karge Betonwände, typische 08/15-Büromöbel und ein eintöniger anthrazitfarbener Teppichboden. So sieht der typische Blick in viele Unternehmen aus. Der Blick aus dem Fenster zeichnet kein fröhlicheres Bild: lediglich die nackte Fassade des Bürokomplexes gegenüber. Und an solch einem Ort sollen Inspiration und Kreativität sprießen? Da bleibt mir wohl nicht viel anderes übrig, als solchen Unternehmen und deren Mitarbeitern viel Glück für ihre Innovationen zu wünschen. Oder ich schenke ihnen

9 Uhr Vorstandsmeeting, 13 Uhr Aufsichtsratssitzung, 17:30 Uhr Treffen mit der Kommunikationsabteilung – wenn Führungskräfte von einem Meeting zum nächsten hetzen, ist es kein Wunder, dass das Thema Zukunft auf der Strecke bleibt. Strategische Innovationen entstehen nun mal meistens nicht aus einem Ideenblitz in der Kaffeepause. Sie sind das Ergebnis von bewusst investierter Zeit.

Ich wollte in die Westalpen. Unbedingt. So ging es mir vor über 30 Jahren, als ich das erste Mal ins Mont Blanc-Gebiet aufbrach. Und weil es das erste Mal war, hatten wir uns mit dem Kuffnergrat auf den Mont Maudit ein attraktives und realistisch machbares Ziel gesetzt. Nur blöd, dass das Wetter nicht mitspielte und wir beim ersten Versuch umkehren mussten. Das Gute daran:

„Wer braucht denn noch einen Prüfingenieur, wenn die Maschine und die Software sich selbst prüfen?“ Eine verständliche Sorge, die der Geschäftsführer eines klassischen Prüfunternehmens mir gegenüber bei der Vorbereitung der Strategie-Klausur äußerte. Das Management hatte angesichts der fortschreitenden Digitalisierung die Sorge, dass dem Unternehmen in wenigen Jahren die Geschäftsgrundlage komplett wegbrechen könnte. Andererseits hatte die Geschäftsführung bereits klar erkannt: Die Digitalisierung ist die Zukunft. Wenn sie das Unternehmen und die