„Wenn ihr in die Gletscherspalte fahrt, seid ihr tot. Wenn ihr aber meiner Spur folgt und so fahrt, wie Ihr es bei den letzten Hängen gezeigt habt, dann schafft ihr das ohne Probleme.“ Was glauben Sie, wie meine Skitourenteilnehmer reagiert haben, wenn ich mit ihnen, in meiner Zeit als Profi-Bergführer, vor einem Abschnitt mit gefährlichen Gletscherspalten stand und ihnen das sagte? Glauben Sie mir, durch die schonungslose Benennung der Herausforderung

Die Digital-Angst geht um! Wie ein Schreckgespenst streift sie durch Unternehmensflure, Büros und Köpfe. Digitalisierung – das heißt Jobverlust, Veränderungen am Markt, problematische Umbrüche, gesellschaftlicher Wandel … Liebe Digitalisierungs-Weltuntergangsbeschwörer: Davon habe ich die Nase voll. Unvorstellbar! Diese Digital-Angst ist für mich nichts Anderes als ein Stein. Ein Stein im Rucksack etlicher mitteleuropäischer Unternehmen. Mit diesem Rucksack auf dem Rücken versuchen sie, durch die Überhänge der Digitalisierung zu klettern und müssen

Chance erkennen – Plan entwerfen – Plan verfolgen – Ziel erreichen. Diesem Muster folgt unbewusst das tagtägliche Denken und Handeln im Job und privat. Denn die allgemeine Vorstellung, dass wir Menschen ohne Plan und Ziel nicht erfolgreich sind, hat sich hartnäckig und mit Bestand in unseren Köpfen verankert. Genauso verankert ist die Vorstellung, dass eine Chance etwas Objektives ist, etwas, das unabhängig von uns irgendwo da draußen in der Umwelt

Einzelarbeitszonen, Teamzonen, Entspannungszonen – mit diesem top Angebot ist die Arbeit in einem Unternehmen mit Sicherheit erfolgreich. Zumindest wenn es nach den hippen Bürokonzepten à la New Work und Smart Workspaces geht. Ein gutes Beispiel hierfür habe ich vor Kurzem in München besichtigen dürfen. Die neue Zentrale eines renommierten Unternehmens glänzt in neuem Gewand. Hochmodern, poliert und absolut hip.  

Ein Maker – wer oder was ist das eigentlich? Das habe ich mich bis vor einem Jahr auch noch gefragt. Im Schatten der digitalen Software-Startups und App-Schmieden hat sich eine Bewegung entwickelt, die allmählich auch im deutschsprachigen Raum für Furore sorgt. Denn Maker, das sind Leute, die anfassbare, „echte“, analoge Produkte in der „Real World“ herstellen wollen – und zwar indem sie die neuesten digitalen Technologien zur Produktion und zum

Eine beeindruckende Stärke – die konnte Sagenheld Achilles wahrhaftig vorweisen. Eine Stärke, wie sie sich manches Unternehmen wünscht oder über Jahre mühsam erarbeitet hat. Ein Betrieb, der auf seinem Gebiet der stärkste ist oder sich am Markt eine starke Position erarbeitet hat, darf sich stolz als Achilles des Business fühlen. Doch auch der Heros Achilles hatte einen Schwachpunkt:

Wofür haben Sie in Ihrem Unternehmen Manager und Führungskräfte eingestellt? Genau, um Entscheidungen zu treffen. So einfach ist das. Doch bei voranschreitender Digitalisierung, steigender künstlicher Intelligenz und immer neuen Innovationen fällt es Führungspersönlichkeiten in der Praxis zunehmend schwerer, wichtige Entscheidungen zu treffen.

9 Uhr Vorstandsmeeting, 13 Uhr Aufsichtsratssitzung, 17:30 Uhr Treffen mit der Kommunikationsabteilung – wenn Führungskräfte von einem Meeting zum nächsten hetzen, ist es kein Wunder, dass das Thema Zukunft auf der Strecke bleibt. Strategische Innovationen entstehen nun mal meistens nicht aus einem Ideenblitz in der Kaffeepause. Sie sind das Ergebnis von bewusst investierter Zeit.

Starre Strukturen und Pläne versperren den meisten Unternehmen in hoher Marktdynamik den Blick auf ihre wirklichen Chancen. Fixe Pläne und Zielvorgaben machen Organisationen auch geradezu immun dagegen, auf veränderte Rahmenbedingungen zu reagieren. Sie gehören zu den Erfolgsrezepten der Vergangenheit und sind heute hinderlicher Ballast  in den Rucksäcken der Unternehmen. Was sind aber bessere Handlungsmaximen für Vorhaben unter Ungewissheit?

„Schön, dass Ihnen das Projekt gefällt – lassen Sie uns die Ziele definieren und dann legen wir los! “ Ihre Idee ist also gut angekommen, Ihr neuestes Vorhaben, Ihr „Baby“ bei Ihren Leuten auf fruchtbaren Boden gefallen. Kaum hat das Projekt dann Zustimmung gefunden, gehen die Leader sofort in die Zielformulierung und sind hochmotiviert, sich mit ihrem Projektteam in die Planung zu stürzen. Möglichst detailliert und konkret. Bitte: Halten Sie