Wir müssen digital werden! Wir müssen die Mitarbeiter überzeugen und mitziehen! Wir müssen ihnen klarmachen, dass die Digitalisierung keine Bedrohung ist! So schallt es aktuell durch zahlreiche Unternehmensflure, Vorstandsmeetings und Führungskräfteseminare. Die Mitarbeiter, heißt es dann, müssen dringend dazu gebracht werden, dass sie auf den digitalen Zug aufspringen. Was Führungskräfte und Unternehmer dabei jedoch häufig übersehen: Ihre Mitarbeiter sind zu großen Teilen längst digital.

Ein Maschinenbauer aus Baden-Württemberg hat einen neuen Mitarbeiter. Er arbeitet kostenlos, übernimmt körperlich anstrengende Aufgaben und heißt Fifi. Fifi ist ein Roboter, der schwere Lasten trägt und einem Arbeiter überallhin folgt. Genauer ist Fifi ist ein elektronischer Hund, der per Handzeichen gesteuert wird. Hat er sein „Herrchen“ identifiziert, dann trägt, schiebt und hebt Fifi schwere Lasten durch die Fabrikhallen.

Wie lange dauert es in Ihrem Unternehmen von der ersten Idee bis zur Umsetzung? Ich wette, Sie haben das Gefühl, es müsste irgendwie schneller gehen. Und ich wette, Sie können den Zeitraum dieses Prozesses gar nicht genau beziffern. Schließlich dauert es eine Weile, bis jedes mögliche Risiko durchkalkuliert wurde. Die gute Nachricht: Sie gehören damit zur Mehrheit. Die schlechte Nachricht: Sie sollten, meiner Meinung nach, lieber zur Minderheit gehören.

Was spornt Sie an, kreativ zu arbeiten? Und noch viel wichtiger: Wie sehr beflügelt Ihre Arbeitsumgebung Ihre Kreativität? Büroeinrichtungen sind so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Vom grauen Teppich mit Yuccapalme in der Ecke, über dunkle, abgetrennte Einzelschreibtische, bis hin zum Schickimicki-Großraumbüro mit Designermöbeln. Habe ich alles schon gesehen – leider. Denn ich bin der Überzeugung, dass vielen Unternehmern gar nicht bewusst ist, wie wichtig der umgebende Raum am Arbeitsplatz

Die Digitalisierung macht vielen „alteingesessenen“, etablierten Unternehmen ganz schön Feuer unterm Hintern. Der Wettbewerb kommt nicht von hinten, sondern von der Seite und gibt mächtig Gas. Das macht Druck! Wie können sie beschleunigen? Wo sollen die Innovationen herkommen?

Es ist nicht verwunderlich, dass Unternehmen aller Branchen sich heute immer unsicherer fühlen. Digitalisierung, Globalisierung, Brexit & Co. erzeugen für große wie kleine Betriebe unübersehbare Fragezeichen. Für diese Unternehmen gilt aber gleichzeitig: Geh mit oder stirb. Wenn tiefgreifender Wandel an die Tür klopft, hilft deshalb oft nur eins:

Über 30 Jahre ist meine Durchsteigung der Nordwand der Grandes Jorasses bereits her. Es fühlt sich jedoch an, als wäre sie gestern gewesen. Denn ich erinnere mich noch genau an den Moment, als mein Partner und ich entschieden haben: Wir werfen unsere bisherigen Pläne über den Haufen und laufen ins Ungewisse. Auch in Unternehmen stehen Sie als Chef oft an einem Punkt, an dem Sie gezwungen sind, neue Wege einzuschlagen.

„Schön, dass Ihnen das Projekt gefällt – lassen Sie uns die Ziele definieren und dann legen wir los! “ Ihre Idee ist also gut angekommen, Ihr neuestes Vorhaben, Ihr „Baby“ bei Ihren Leuten auf fruchtbaren Boden gefallen. Kaum hat das Projekt dann Zustimmung gefunden, gehen die Leader sofort in die Zielformulierung und sind hochmotiviert, sich mit ihrem Projektteam in die Planung zu stürzen. Möglichst detailliert und konkret. Bitte: Halten Sie

„Eines der langweiligen Geheimnisse, warum das Silicon Valley so ein Sammelpunkt Kreativer ist, ist einfach, dass es hier so schön warm ist.“ Das verriet mir einer meiner Gesprächspartner, als ich auf meinem Field Trip kürzlich quer durch das Epizentrum der Digitalisierung reiste. Und er traf damit unbewusst mitten in den Kern einer Sache, die mich an dem kalifornischen Landstrich so fasziniert:

Als Bergführer hatte ich immer wieder mit Klienten zu tun, die nicht so ganz ins sportliche Kletterklischee passen. Eine Geschichte aus meiner Anfangszeit ist mir in besonderer Erinnerung: Ein Manager, 120 Kilo schwer, Bandscheibenvorfall, keine Erfahrung am Berg, wollte mit seiner kletterbegeisterten Tochter in die Felswand. Nun gut, wir legten los. Schrittweise baute ich ihn auf und mit der Zeit erreichte der Manager ein Level, das er sich selbst nie