„Wenn ihr in die Gletscherspalte fahrt, seid ihr tot. Wenn ihr aber meiner Spur folgt und so fahrt, wie Ihr es bei den letzten Hängen gezeigt habt, dann schafft ihr das ohne Probleme.“ Was glauben Sie, wie meine Skitourenteilnehmer reagiert haben, wenn ich mit ihnen, in meiner Zeit als Profi-Bergführer, vor einem Abschnitt mit gefährlichen Gletscherspalten stand und ihnen das sagte? Glauben Sie mir, durch die schonungslose Benennung der Herausforderung

Zwischen Work 4.0 und agiler Arbeit wird ein Thema ganz groß geschrieben: Flexibilität ist das A und O, um auf die sich schnell wandelnden Rahmenbedingungen des Marktes reagieren zu können. Diese Flexibilität beginnt nicht zuletzt am Arbeitsplatz Ihrer Mitarbeiter. Viele Unternehmen bemühen sich, flexible Arbeitsformen zu ermöglichen. Da dürfen sich die Mitarbeiter über höhenverstellbare Schreibtische, Ruheräume und Kommunikationsecken freuen. Für Start-ups, die sich aus dem Nichts einrichten, ein tolles Experimentierfeld.

Wie sicher ist Ihr Arbeitsplatz? Und ich meine nicht, ob Sie ausreichend Feuermelder, Notausgänge oder Sicherheitskleidung haben. Ich meine Sicherheit im psychologischen Sinne: Wie sicher fühlen sich Ihre Mitarbeiter in ihrem Arbeitsumfeld? Wie sehr werden sie kontrolliert, inwiefern können sie ihre Meinung frei äußern und wie viel Vertrauen bringen Sie ihnen entgegen? Das mag für Sie jetzt im ersten Moment seltsam klingen, aber ob sich Ihre Mitarbeiter sicher fühlen, hat

Die Digital-Angst geht um! Wie ein Schreckgespenst streift sie durch Unternehmensflure, Büros und Köpfe. Digitalisierung – das heißt Jobverlust, Veränderungen am Markt, problematische Umbrüche, gesellschaftlicher Wandel … Liebe Digitalisierungs-Weltuntergangsbeschwörer: Davon habe ich die Nase voll. Unvorstellbar! Diese Digital-Angst ist für mich nichts Anderes als ein Stein. Ein Stein im Rucksack etlicher mitteleuropäischer Unternehmen. Mit diesem Rucksack auf dem Rücken versuchen sie, durch die Überhänge der Digitalisierung zu klettern und müssen

Chance erkennen – Plan entwerfen – Plan verfolgen – Ziel erreichen. Diesem Muster folgt unbewusst das tagtägliche Denken und Handeln im Job und privat. Denn die allgemeine Vorstellung, dass wir Menschen ohne Plan und Ziel nicht erfolgreich sind, hat sich hartnäckig und mit Bestand in unseren Köpfen verankert. Genauso verankert ist die Vorstellung, dass eine Chance etwas Objektives ist, etwas, das unabhängig von uns irgendwo da draußen in der Umwelt

Als Speaker und Coach bin ich wahrhaftig viel unterwegs. Übernachte in den verschiedensten Hotels, sitze in den unterschiedlichsten Seminarräumen und sehe die vielfältigsten Unternehmen von innen. Dabei sind viele inspirierende Orte unterschiedlichster Natur, die ich meist richtig energetisiert wieder verlasse. Es sind aber auch Orte dabei, an denen ich freiwillig keine Sekunde länger bleiben will. Was diese Orte meist eint: ungemütliche Röhrenlampen, überall dasselbe eintönige Inventar, überall dieselben Böden –

Einzelarbeitszonen, Teamzonen, Entspannungszonen – mit diesem top Angebot ist die Arbeit in einem Unternehmen mit Sicherheit erfolgreich. Zumindest wenn es nach den hippen Bürokonzepten à la New Work und Smart Workspaces geht. Ein gutes Beispiel hierfür habe ich vor Kurzem in München besichtigen dürfen. Die neue Zentrale eines renommierten Unternehmens glänzt in neuem Gewand. Hochmodern, poliert und absolut hip.  

Ein großer Trugschluss puncto Führung liegt darin, zu meinen, es gehe darum Mitarbeiter „mitzunehmen“. Das geht aus meiner Sicht am Kern der Sache vollkommen vorbei. Denn es gilt beim Führen im Unternehmen das gleiche simple Prinzip wie beim Bergführen. Stellen Sie sich vor, ich hätte in meiner Zeit als aktiver Bergführer die Führung meiner Kunden ausschließlich von mir aus geplant: wie und wohin ich diese mitnehme, wie ich sie motiviere

Wenn es um Strategie geht, stehen viele Führungskräfte vor einem ähnlichen Dilemma, egal ob sie zur Topriege oder zum mittleren Management gehören: Um über Strategisches nachzudenken, fehlt vielen schlicht die Zeit. Sie stecken fest im ständigen Firefighting-Modus, sind also ununterbrochen damit beschäftigt, Brände zu löschen. Unter diesem operativen Druck gerät die Beschäftigung mit strategischen Fragen fürs Unternehmen geradezu zur Utopie. In der Folge sind viel zu viele Unternehmen stark reaktiv

Eine beeindruckende Stärke – die konnte Sagenheld Achilles wahrhaftig vorweisen. Eine Stärke, wie sie sich manches Unternehmen wünscht oder über Jahre mühsam erarbeitet hat. Ein Betrieb, der auf seinem Gebiet der stärkste ist oder sich am Markt eine starke Position erarbeitet hat, darf sich stolz als Achilles des Business fühlen. Doch auch der Heros Achilles hatte einen Schwachpunkt: