Da stehe ich im Seminarraum eines großen Unternehmens und rund 30 Führungskräfte schauen irgendwie verwundert auf die Flip-Charts. Hier und da ein Kopfschütteln ob der augenöffnenden Eindrücklichkeit der Ergebnisse. Im Strategie-Workshop hatten wir mit dem Führungsteam die strategischen Projekte der vergangenen zwei Jahre in einem intensiven mehrstündigen Dialog auf den Prüfstand gestellt.

Zwischen Work 4.0 und agiler Arbeit wird ein Thema ganz groß geschrieben: Flexibilität ist das A und O, um auf die sich schnell wandelnden Rahmenbedingungen des Marktes reagieren zu können. Diese Flexibilität beginnt nicht zuletzt am Arbeitsplatz Ihrer Mitarbeiter. Viele Unternehmen bemühen sich, flexible Arbeitsformen zu ermöglichen. Da dürfen sich die Mitarbeiter über höhenverstellbare Schreibtische, Ruheräume und Kommunikationsecken freuen. Für Start-ups, die sich aus dem Nichts einrichten, ein tolles Experimentierfeld.

Je mehr Sie auf etwas konzentriert sind, je mehr Sie etwas wollen, umso schwieriger wird es bei manchen Dingen, das zu erreichen. Sie kennen dieses Phänomen doch sicher aus dem Alltag: Jeder von uns lag nachts schon stundenlang wach und konnte einfach nicht schlafen. Die Gedanken kreisen dann um: „Ich muss jetzt endlich schlafen. Ich werde morgen todmüde sein. Nur noch vier Stunden, bis ich aufstehen muss. Wie soll ich

Freiheit ist eine fantastische Sache: Sie als Führungskraft geben Ihren Mitarbeitern Freiraum, und schon legen sie los und finden initiativ und selbstorganisiert Lösungen, alle sind kreativ und motiviert, der Laden läuft wie von selbst. Richtig? Schön wäre es!

Als vor ein paar Monaten feststand, dass ich in die USA fliegen und mir die neuesten Entwicklungen der Digitalisierung im Silicon Valley anschauen würde, startete ich – schön nach europäischer Gepflogenheit – ganz selbstverständlich sofort mit dem Zeitmanagement: Ich schrieb fleißig E-Mails und telefonierte, um Termine bei den Unternehmen zu erhalten, die ich mir live vor Ort ansehen wollte. Das Problem: Ich erhielt aus über dreißig An- und Nachfragen

Dass Selbstorganisation eine mögliche und durchaus wirksame Antwort auf die Komplexität unserer Welt ist – das hat sich mittlerweile schon fast überall herumgesprochen. Dass Selbstorganisation ein Schlüssel für die intrinsische Motivation der Mitarbeiter ist – das unterschreibt nahezu jeder. Dass Selbstorganisation Kreativität und Initiative entfacht, Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit fördert und heutzutage einfach zum Management-Werkzeugkasten dazugehört – das ist schon längst kein Geheimnis mehr. Aber wenn das so ist, dann erlauben

„Wir sind doch nicht die verlängerte Werkbank der technischen Führungsriege!“, fasste ein Teilnehmer die erste Erkenntnis des Workshops zusammen. Ich würde mir sehr wünschen, dass diese Einsicht in vielen Unternehmen reift.