Da stehe ich im Seminarraum eines großen Unternehmens und rund 30 Führungskräfte schauen irgendwie verwundert auf die Flip-Charts. Hier und da ein Kopfschütteln ob der augenöffnenden Eindrücklichkeit der Ergebnisse. Im Strategie-Workshop hatten wir mit dem Führungsteam die strategischen Projekte der vergangenen zwei Jahre in einem intensiven mehrstündigen Dialog auf den Prüfstand gestellt.

„Wir sind doch Profis! Wir experimentieren nicht!“ Diese Aussage schlägt mir nicht nur in meiner Beratungsarbeit, sondern auch unter Kollegen meiner Zunft immer wieder entgegen. Ich treffe häufig auf Menschen, die glauben, dass minutiöses Planen und perfekt durchdachtes Intervenieren ausreicht, um alle möglichen Fehler auszuschließen und vorherbestimmbare Ergebnisse zu produzieren.

„Wenn ihr in die Gletscherspalte fahrt, seid ihr tot. Wenn ihr aber meiner Spur folgt und so fahrt, wie Ihr es bei den letzten Hängen gezeigt habt, dann schafft ihr das ohne Probleme.“ Was glauben Sie, wie meine Skitourenteilnehmer reagiert haben, wenn ich mit ihnen, in meiner Zeit als Profi-Bergführer, vor einem Abschnitt mit gefährlichen Gletscherspalten stand und ihnen das sagte? Glauben Sie mir, durch die schonungslose Benennung der Herausforderung

Da kommen Sie mit einer genialen Idee ins Unternehmen und präsentieren Ihren Geistesblitz stolz den Kollegen – und dann? Dann werden skeptisch alle möglichen Risiken analysiert – so lange, bis die einst so gute Idee niedergeschmettert ist. Es ist der Umgang mit neuen Ideen, der mir Kopfzerbrechen bereitet. Viel zu oft erlebe ich, dass die Menschen sich lieber absichern und das bewahren, was sie schon kennen. Neuem stehen die meisten

Wie sicher ist Ihr Arbeitsplatz? Und ich meine nicht, ob Sie ausreichend Feuermelder, Notausgänge oder Sicherheitskleidung haben. Ich meine Sicherheit im psychologischen Sinne: Wie sicher fühlen sich Ihre Mitarbeiter in ihrem Arbeitsumfeld? Wie sehr werden sie kontrolliert, inwiefern können sie ihre Meinung frei äußern und wie viel Vertrauen bringen Sie ihnen entgegen? Das mag für Sie jetzt im ersten Moment seltsam klingen, aber ob sich Ihre Mitarbeiter sicher fühlen, hat

Berlin, ein schickes Gründerzentrum, Unternehmenssitz bekannter Größen der Start-up- und Internetszene: „Sie möchten das Gebäude besichtigen? Aha. Sind Sie denn Mitglied?“ Palo Alto, HanaHaus, Coworking-Space und Café: „Hi, how you doing? Would you care for a coffee?“ Ein Unterschied von Welten. Während meine Partnerin Irene Graf und ich in Berlin schon am Empfang unsere Neugierde zu Grabe trugen, fühlten wir uns im amerikanischen Äquivalent des Coworking-Spaces unmittelbar willkommen. Nicht zuletzt

Graue karge Betonwände, typische 08/15-Büromöbel und ein eintöniger anthrazitfarbener Teppichboden. So sieht der typische Blick in viele Unternehmen aus. Der Blick aus dem Fenster zeichnet kein fröhlicheres Bild: lediglich die nackte Fassade des Bürokomplexes gegenüber. Und an solch einem Ort sollen Inspiration und Kreativität sprießen? Da bleibt mir wohl nicht viel anderes übrig, als solchen Unternehmen und deren Mitarbeitern viel Glück für ihre Innovationen zu wünschen. Oder ich schenke ihnen

Wenn es um Strategie geht, stehen viele Führungskräfte vor einem ähnlichen Dilemma, egal ob sie zur Topriege oder zum mittleren Management gehören: Um über Strategisches nachzudenken, fehlt vielen schlicht die Zeit. Sie stecken fest im ständigen Firefighting-Modus, sind also ununterbrochen damit beschäftigt, Brände zu löschen. Unter diesem operativen Druck gerät die Beschäftigung mit strategischen Fragen fürs Unternehmen geradezu zur Utopie. In der Folge sind viel zu viele Unternehmen stark reaktiv

Ein Maker – wer oder was ist das eigentlich? Das habe ich mich bis vor einem Jahr auch noch gefragt. Im Schatten der digitalen Software-Startups und App-Schmieden hat sich eine Bewegung entwickelt, die allmählich auch im deutschsprachigen Raum für Furore sorgt. Denn Maker, das sind Leute, die anfassbare, „echte“, analoge Produkte in der „Real World“ herstellen wollen – und zwar indem sie die neuesten digitalen Technologien zur Produktion und zum

Starr wie ein Roboter liegt der Patient auf dem Operationstisch. „Die Narkose wirkt einwandfrei – wir fangen an! Einmal aufmachen, bitte.“ Doch anstatt von Menschenhänden setzen Hightech-Arme den ersten Schnitt mit dem Skalpell. Denn hier direkt am Patienten arbeitet kein Arzt. Nein, hier operiert ein Roboter … Ich muss gestehen, ich war ziemlich baff, als